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FoodFarm Nachrichten

Auszüge aus FoodFarm Berichten zur europäischen/globalen Landwirtschaft
Ein neuer landwirtschaftlich produzierter Biokraftstoff steht in den Startblöcken
Im Januar 2006 wurden in Deutschland die ersten Tankstellen für Getreide-Ethanol eröffnet. RME Biodiesel machte 2005 bereits vier Prozent der Gesamtmenge des in diesem Jahr getankten Dieselkraftstoffs aus. Frankreich, Spanien, Finnland und Schweden – Länder, in denen sich Biokraftstoff bereits fest etablieren konnte – vermelden ähnliche Fortschritte.
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"Lebensmittel-Kilometer" in Europa
Die sogenannten "Lebensmittel-Kilometer" haben sich in diesem Sommer zu einem wichtigen Marketing-Instrument für landwirtschaftliche Produkte in Europa entwickelt. Es geht darum, den Verkauf von Lebensmitteln zu steigern, die auf dem lokalen Markt oder aber mindestens auf dem nationalen Markt produziert worden sind.
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FoodFarm NewsEin Mähdrescher ohne Dreschwerk
Ein neuer Getreide-Mähdrescher ohne Dreschwerk (Bild: USDA-ARS) wird in diesem Sommer auf Weizenfeldern im amerikanischen Oregon zum Einsatz kommen. Mark Siemens revolutionärer "Gleaner" kommt ohne Messerbalken, Schneidtisch, Haspel und Förderband aus. Der Mähdrescher, den Siemens und sein Team im "Columbia Plateau Conservation"-Forschungszentrum entwickelt haben, erntet mit einen herkömmlichen „Stripperhead“ von Shelbourne Reynolds einfach die Köpfe des aufrecht stehenden Weizens ab und befördert die ungedroschenen Ähren dann in einen riesigen Getreidetank hinter der Fahrerkabine
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Das Ei als Werbeträger! Ein möglicher Zusatzverdienst in der Landwirtschaft
Beim Gravieren oder Einritzen von Werbetexten in die Eierschale wird die Schale mit einem Laser bearbeitet. Laut einem Unternehmen, das dieses Verfahren in den Vereinigten Staaten bereits erfolgreich eingeführt hat, wird die in Europa noch eher unbekannte Werbemethode bis zum Ende des Jahres Verbrauchern von Irland bis Italien sehr viel vertrauter sein.
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Italien: Impfung ohne Spritze
Ein in Italien und Irland bereits eingeführtes Impfverfahren, das ohne Injektionsnadel auskommt, wird zur Zeit in einigen anderen europäischen Ländern, darunter Deutschland und die Niederlande, getestet. Diese Art der Impfung findet vor allen Dingen gegen das PRRS-Virus und gegen die Aujeszky-Krankheit ihren Einsatz.
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FoodFarm NewsItalien: Bedienen Sie sich! Kunden können sich ihre Milch selber abfüllen
Einem im Herbst veröffentlichten Bericht zufolge liegt die Zahl der Milchverteiler-Automaten in italienischen Dörfern und Städten in der Umgebung von Rom bei über 200 – Tendenz steigend. Die Verkaufsautomaten gehören Landwirten, die diese entlang von Straßen und auf Marktplätzen aufstellen.
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Eine revolutionäre melkzeugfreie Technik
Das deutsche Unternehmen Siliconform bringt den MultiLactor® auf den Markt, ein revolutionäres Instrument für ein völlig neues und innovatives Melkfahren im Melkstand, das durch die Unabhängigkeit der Melkbecher ein viertelindividuelles Ausmelken ermöglicht.
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Holland: Güllebehälter für den temporären Gebrauch
Die Idee einiger holländischer Schweinebauern, riesige beschichtete Säcke aus Polyester für die Lagerung von Flüssigdünger zu verwenden, wird auch unter britischen Bauern immer beliebter.
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Landwirtschaftliche Nachrichten

Ein neuer landwirtschaftlich produzierter Biokraftstoff steht in den Startblöcken
[Berichte von FoodFarm zu diesem Thema wurden in den DLG-Mitteilungen (Deutschland), in Farmers Weekly (Großbritannien) und in Better Farming (Kanada) veröffentlicht]

Im Januar 2006 wurden in Deutschland die ersten Tankstellen für Getreide-Ethanol eröffnet. RME Biodiesel machte 2005 bereits vier Prozent der Gesamtmenge des in diesem Jahr getankten Dieselkraftstoffs aus. Frankreich, Spanien, Finnland und Schweden – Länder, in denen sich Biokraftstoff bereits fest etablieren konnte – vermelden ähnliche Fortschritte.

Und schon bald wird es die zweite Generation des Biokraftstoffs geben: ein landwirtschaftlich produzierter Kraftstoff, durch den Landwirte mindestens den doppelten Energiegewinn pro Hektar erreichen können. Der aus Biomasse gewonnene Kraftstoff, Biomass-to-Liquid (BTL) genannt, wird bereits in kleineren Mengen produziert und von den großen Autoherstellern in Deutschland und Frankreich getestet. Es handelt sich dabei um einen synthetischen Kraftstoff, der als Diesel- oder als Ottokraftstoff-Ersatz hergestellt wird; im Moment konzentriert man sich verstärkt auf den Dieselmarkt. Für die Herstellung von BTL-Kraftstoff können verschiedenste Biorohstoffe wie Getreide und Restholz verwendet werden. Nimmt man beispielsweise Vollplanzweizen, dann kann der Kraftstoff-Output pro Hektar bei mehr als 4000 Litern liegen. Im Vergleich dazu gewinnt man von einem Hektar Korngetreide durchschnittlich 2000 Liter Bioethanol und von einem Hektar Rapsamen bis zu 1500 Liter RME Biodiesel.

Der BTL-Kraftstoff hat deutliche Vorteile für die Umwelt. Ein gemeinsames Projekt von Volkswagen und DaimlerChrysler zeigte, dass der neue Kraftstoff die Treibhausgas-emissionen im Vergleich zum herkömmlichen Diesel-Kraftstoff um 60 bis 90 Prozent reduziert. Kohlenwasserstoff-Emissionen gehen um 90 Prozent zurück, und Schwefel entsteht während des Herstellungsprozesses gar nicht erst.

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"Lebensmittel-Kilometer" in Europa
(Ein Bericht von FoodFarm, der im Juni 2006 von der Canadian Broadcasting Corporation gesendet wurde; CBC Commentary)

Die sogenannten "Lebensmittel-Kilometer" haben sich in diesem Sommer zu einem wichtigen Marketing-Instrument für landwirtschaftliche Produkte in Europa entwickelt. Es geht darum, den Verkauf von Lebensmitteln zu steigern, die auf dem lokalen Markt oder aber mindestens auf dem nationalen Markt produziert worden sind.

Das Verkaufsargument lautet folgendermaßen: Lebensmittel, die vom heimischen Markt kommen, stellen durch kürzere Transportwege eine geringere Belastung für die Umwelt dar und sie erleichtern die Qualitätskontrolle. Theoretisch sollten solche Lebensmittel auch weniger kosten.

Wenig britische Politiker sind so weitsichtig wie der Oberbürgermeister von London, Ken Livingston, der schnell die Stimmungslage in der Bevölkerung erkannte und darauf reagiert hat. Es ist also nicht verwunderlich, dass man in London den Trend aufgriff und für EUR 6 Millionen ein Projekt initiierte, das den Anbau von landwirtschaftlichen Produkten auf Bauernhöfen in der näheren Umgebung von London und deren Marketing fördern soll. Das Projekt wird von einer groß angelegten Werbekampagne begleitet.

Auch im norddeutschen Bundesland Niedersachsen haben die Landwirte ihre Landesregierung davon überzeugen können, dass ihre auf dem lokalen Markt angebauten Produkte im großen Maßstab vermarktet werden sollten. Die Landwirte dürfen nun auf ihren Feldern entlang den Hauptverkehrsadern riesige Werbetafeln aufstellen und zum Verzehr von niedersächsischer Milch und niedersächsischen Molkereiprodukten auffordern. Weiter im Norden von Europa, in Schottland, hat man die "Lebensmittel-Kilometer" zum Motto für die alljährlich im Sommer stattfindende große Landwirtschaftsveranstaltung "The Royal Highland Show" gemacht; der Slogan lautete "Buy local – eat local" (was soviel heißt wie "Unterstützen Sie die Bauern in Ihrer Umgebung! Kaufen und essen Sie Produkte, die vor Ihrer Haustür angebaut werden").

Campina, das dritt größte genossenschaftliche Molkereiunternehmen in Europa, hat erst kürzlich den wohl größten Schritt in die obige Richtung verkündet. Ab dem nächsten Frühjahr, so das Versprechen des Unternehmens, werden die Verbraucher in Holland nur Milch aus den eigenen Landen geliefert bekommen.
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Ein Mähdrescher ohne Dreschwerk
(Auszug eines Berichts von FoodFarm, veröffentlicht in Farmers Weekly, Großbritannien, DLG-Mitteilungen, Deutschland, Koneviesti, Finnland)

Ein neuer Getreide-Mähdrescher ohne Dreschwerk wird in diesem Sommer auf Weizenfeldern im amerikanischen Oregon zum Einsatz kommen. Mark Siemens revolutionärer "Gleaner" kommt ohne Messerbalken, Schneidtisch, Haspel und Förderband aus. Der Mähdrescher, den Siemens und sein Team im "Columbia Plateau Conservation"-Forschungszentrum entwickelt haben, erntet mit einen herkömmlichen „Stripperhead“ von Shelbourne Reynolds einfach die Köpfe des aufrecht stehenden Weizens ab und befördert die ungedroschenen Ähren dann in einen riesigen Getreidetank hinter der Fahrerkabine. Dieser Getreidetank nimmt den gesamten Platz ein, den vormals das Dreschwerk beanspruchte. Gleich hinter dem 3,7 m breiten Stripper befindet sich ein ähnlich breites Fräser, das das Stroh in Bodennähe (in einer Höhe von ca. 5 cm) abschneidet. Siemens sagt hierzu, dass durch dieses Abschneideverfahren die Bodenoberfläche verbessert wird, wodurch im Gegensatz zum herkömmlichen Dreschverfahren, das auf dem Feld uneinheitlich lange Stoppeln hinterließ, der Boden gleich wieder bestellt werden kann. So war der sich auf den zentralen Weizenebenen von Oregon abzeichnende Trend hin zu Dreschsystemen, durch die der Boden anschließend kaum oder gar nicht gepflügt werden muss, Anlass für Siemens und seine Kollegen, das neuartige Dreschsystem zu entwickeln.

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Das Ei als Werbeträger! Ein möglicher Zusatzverdienst in der Landwirtschaft
(Auszug eines Berichts von FoodFarm, veröffentlicht unter anderem in World Poultry, Holland, Fjäderfä, Schweden, DLG-Mitteilungen, Deutschland)

Beim Gravieren oder Einritzen von Werbetexten in die Eierschale wird die Schale mit einem Laser bearbeitet. Laut einem Unternehmen, das dieses Verfahren in den Vereinigten Staaten bereits erfolgreich eingeführt hat, wird die in Europa noch eher unbekannte Werbemethode bis zum Ende des Jahres Verbrauchern von Irland bis Italien sehr viel vertrauter sein.

"Die Eierschale als Werbe- oder Informationsfläche einzusetzen, stellt eine weitere Einnahmemöglichkeit für Verpacker und Einzelhändler dar, und das zu einer Zeit, in der die Eier-Branche sich schwer tut, ihre ohnehin schon geringen Gewinnmargen beizubehalten", erklärt Stijn De Preter. Er ist der Europamanager von EggFusion, dem amerikanischen Unternehmen, in dem das "Eierschalen-Werbekonzept", das nun auch grünes Licht von der Europäischen Union in Brüssel bekommen hat, entwickelt wurde.

Mit einer Reihe von britischen Supermarktketten hat es bereits Gespräche gegeben. Das Ziel ist es, gemeinsam mit Verpackern und Einzelhändlern ein integriertes Werbenetz aufzubauen. De Preter fügt hinzu, dass er zum jetzigen Zeitpunkt noch keine Namen nennen möchte. "Ich kann allerdings sagen, dass wir uns im Moment auf Spanien konzentrieren und dass wir zu Beginn des nächsten Jahres unser erstes europäisches Geschäft zur Nutzung von Eiern als Werbefläche abgeschlossen haben werden", so De Preter.

In den Vereinigten Staaten hat das Unternehmen EggFusion mit dem nationalen Fernsehsender CBS einen 35 Millionen Eier Werbevertrag abgeschlossen; in den Werbepausen wird der Sender demnächst die "Eierschalen-Werbung" vorstellen. An der Ostküste hat ein Verpacker-Unternehmen mit zwei Sortiermaschinen zu Beginn dieses Jahres mit dem Werben auf Eierschalen begonnen, und im Juni unterzeichnete EggFusion mit der A&P Supermarktkette einen Vertrag, der dem Unternehmen den Zugang zu mehr als 250 Läden eröffnet.
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Italien: Impfung ohne Spritze
(Auszug eines Berichts von FoodFarm, veröffentlicht in Better Pork, Kanada, und in DLG-Mitteilungen, Deutschland)

Ein in Italien und Irland bereits eingeführtes Impfverfahren, das ohne Injektionsnadel auskommt, wird zur Zeit in einigen anderen europäischen Ländern, darunter Deutschland und die Niederlande, getestet. Diese Art der Impfung findet vor allen Dingen gegen das PRRS-Virus und gegen die Aujeszky-Krankheit ihren Einsatz. Es handelt sich dabei um eine intradermale Impfung, bei der das Impfserum mit Druck durch die Haut eingebracht wird. Die Impfmethode kann in nur einem Arbeitsschritt durchgeführt werden und dauert daher nur halb so lange wie die herkömmliche Impfung mit einer Spritzenadel; vorteilhaft ist ebenfalls, dass bei diesem Druckverfahren ein Zehntel der Dosis, die bei intramuskulären Impfungen nötig ist, bereits ausreichend ist.

Es gibt aber noch weitere Vorteile für diese Impfmethode, die das im Bereich Tiermedizin führende Unternehmen Intervet unter dem Namen IDAL Vaccinator System gegen Porcilis Begonia und Porcilis PRRS auf den Markt gebracht hat. Wenn keine Spritzenadel verwendet wird, reduziert sich natürlich der Stress und der Schmerz für die Schweine; außerdem besteht keine Gefahr mehr, dass das Fleisch der Tiere durch Unterblutungen Schaden nimmt, was ja Strafen seitens des Schlachthof zur Folge hätte. Auch das Risiko von Abszessbildung besteht nicht mehr, ebenso wie die Gefahr, dass abgebrochene Injektionsnadeln im Muskelgewebe des Schweins stecken bleiben. Und zu guter Letzt bedeutet eine Impfung ohne Spritzenadel auch, dass das Risiko der Virusübertragung von Schwein zu Schwein ausgeschaltet werden kann.
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Italien: Bedienen Sie sich! Kunden können sich ihre Milch selber abfüllen
(Auszug eines Berichts von FoodFarm, veröffentlicht in Dairy Industries International, Großbritannien, und in DLG-Mitteilungen, Deutschland)

Einem im Herbst veröffentlichten Bericht zufolge liegt die Zahl der Milchverteiler-Automaten in italienischen Dörfern und Städten in der Umgebung von Rom bei über 200 – Tendenz steigend. Die Verkaufsautomaten gehören Landwirten, die diese entlang von Straßen und auf Marktplätzen aufstellen. Ganz neu ist, dass die Bauern ihre Verkaufsautomaten nun auch umrüsten und sie mobil machen. Guiseppe Brandizzi, Milchproduzent aus der Nähe von Rom, stellte die ersten mobilen Milch-Verkaufsautomaten diesen Sommer in der italienischen Hauptstadt vor.

Eine Reihe von italienischen Herstellern bieten derzeit kleine Verkaufsautomaten (für 100 Liter Milch) an. Nachdem man eine 1-Euro-Münze in den Münzschlitz geworfen hat, bekommt man einen Liter Milch. Das ist sowohl für die Verbraucher als auch für die Bauern ein gutes Geschäft. Denn laut Brandizzi kostet der Liter Milch in einem Supermarkt zur Zeit
€ 1,30 und die Bauern bekommen von den Molkereien für einen Liter lediglich 33 Cent.

Das, was die italienischen Verkaufsautomaten wirklich einzigartig macht, ist die Tatsache, dass die Verbraucher ihre eigenen Milchflaschen oder andere Behältnisse mitbringen müssen. Gesetzliche Vorschriften sehen allerdings vor, dass sich gleich neben einem Verkaufsautomaten ein weiterer Verkaufsautomat befinden muss, bei dem sich der Kunde für ca. 20 Cent eine sterile leere Plastikflasche kaufen kann.
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Landwirtschaftliche Nachrichten

Eine revolutionäre melkzeugfreie Technik
(Auszug eines Berichts von FoodFarm, veröffentlicht von Koneviesti in Finnland)

Das deutsche Unternehmen Siliconform bringt den MultiLactor® auf den Markt, ein revolutionäres Instrument für ein völlig neues und innovatives Melkfahren im Melkstand, das durch die Unabhängigkeit der Melkbecher ein viertelindividuelles Ausmelken ermöglicht. Dieses Verfahren bedeutet erstmalig Sammelstück und hat den weiteren Vorteil einer gleichmäßigen viertelindividuellen Gewichtsverteilung pro Melkbecher. Das Melkmagazin zieht die Melkbecher nach Melkende automatisch ein und steuert den Vorgang für eine perfekte Außen- und Innendesinfektion der Melkeinheit, bevor diese an die nächste Kuh angesetzt wird. Siloconform wirbt damit, dass das neue Melkverfahren (für das das Unternehmen in diesem Jahr von der DLG mit einer Goldmedaille im Bereich Innovation ausgezeichnet wurde) nicht nur die Übertragung von Keimen von Zitze zu Zitze verhindert, sondern auch die Übertragung von Bakterien von Tier zu Tier während des Melkvorgangs.

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Landwirtschaftliche Nachrichten

Holland: Güllebehälter für den temporären Gebrauch
(Auszug eines Berichts von FoodFarm, veröffentlicht in Better Pork, Kanada)

Die Idee einiger holländischer Schweinebauern, riesige beschichtete Säcke aus Polyester für die Lagerung von Flüssigdünger zu verwenden, wird auch unter britischen Bauern immer beliebter. Die sogenannte "Winbag", die von der niederländischen Firma Albers Alligator produziert wird, gibt es in mehreren Größen; die Standardversion für die Lagerung von Flüssigdünger hat eine Kapazität von ungefähr 250 000 Litern, kostet um die € 11 000,00,- und hat ein Nettogewicht von ungefähr 750 kg.

Die tragbaren Säcke werden auch deshalb immer beliebter, weil Landwirte sich davon auf lange Sicht nicht nur eine Kostenersparnis erhoffen, sondern die großräumigen Säcke im Vergleich zu den Stahlsilos oder den mit Kunststoff ausgelegten Betonsilos auch für flexibler in der Verwendung halten. Die Polyester-Säcke sind zu jedem Zeitpunkt fest versiegelt, so dass keine Gefahr besteht, dass Gas oder Gestank entweicht. Laut Albers Alligator wird die "Winbag" in Holland sehr gut nachgefragt; die Firma hat bereits mehr als 2000 Exemplare im rechteckigen und viereckigen Format an Viehlandwirte verkauft.

In Großbritannien muss eine landwirtschaftliche Einrichtung über Lagerkapazitäten von mindestens vier Monaten für den anfallenden Flüssigdünger verfügen; so soll sichergestellt werden, dass die Gülle nicht ausgefahren werden muss, wenn der Boden gefroren oder zu nass ist. Die "Winbag" kann sich hier als Retter in der Not erweisen, denn die Landwirte können so in einem langen Winter ihre Lagerkapazitäten vergrößern. Einige landwirtschaftliche Einrichtungen greifen auf die Polyester-Säcke allerdings auch für eine längerfristigen Verwendung zurück.

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